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Red Hot Chili Peppers – I’m With You (Erdbeerlounge.de)

Die Urgesteine des kalifornischen Funkrocks sind zurück! Die Red Hot Chili Peppers sind mittlerweile seit über 25 Jahren im Musikbusiness unterwegs und lassen ihre Fans gerne eine Weile auf das nächste Album warten. Dieses Mal hat es bis zu ihrer neuen Platte „I’m With You“ wieder Mal fünf Jahre gedauert.

Der Eröffnungssong „Monarchy of Roses“ geht erstaunlich schnell ins Ohr und entpuppt sich als eingängige Rock-Nummer. Der Rest des Albums ist stellenweise dagegen etwas eintönig, auch wenn Anthony Kiedis auch auf „I’m With You“ durch seine markante Stimme punkten kann. Die meisten Songs auf „I’m With You“ bieten zwar keine Überraschung, aber dafür sehr melodisch mit einem typischen Funkeinschlag. Ebenfalls unverkennbar ist der eindringliche und charakteristische Bass des Red Hot Chili Peppers-Urgestein Flea. Dazu singt sich Anthony Kiedis wie immer langgezogen durch die einzelnen Songs. Während die erste Single “The Adventures of Rain Dance Maggie“ so dahinplätschert, versteckt sich auf dem Album der Song “Did I Let You Know”, der sich als echte Perle herausstellt. Nicht nur, dass Flea sogar die Trompete für den Song ausgepackt hat sondern auch durch ein paar sonnige und beinahe leichtfüßige Gitarrenklänge ganz besonders heraussticht.

Die Red Hot Chili Peppers kommen auch ohne John Frusciante gut aus

Ein weiteres Mal kommt die Band ohne den Ex-Gitarristen John Frusciante aus, der die Band 2008 ein zweites Mal verließ. Anstelle von John Frusciante unterstützt Josh Klinghoffer die Red Hot Chili Peppers seitdem. Der altbekannte dynamische Funkrock der Red Hot Chili Peppers fehlt dem Album „I’m With You“ an einigen Stellen und stattdessen gibt es viel routinierte Töne zu hören. Das liegt vielleicht auch daran, dass „I’m With You“ wieder von Rick Rubin produziert wurde. Vielleicht sind die Erwartungen auch etwas zu hoch angesetzt, nachdem die Band 2006 mit „Stadium Arcadium“ ein so wahnsinniges Album herausbrachte.

Neben soliden Rock-Nummern, schlagen die Red Hot Chili Peppers auch melancholische Klänge an

Melancholische und beinahe sehnsüchtige Klänge schlägt die Band in „Brendan’s Death Song“ an, der eine Art Tribut an ihren Freund und Autor Brendan Mullen darstellt. Die Red Hot Chili Peppers erfuhren von seinem Tod als sie sich in den Aufnahmen für ihr neues Album befanden. Die mystischen und beinahe gruseligen Chorgesänge in „Meet Me At The Corner“ gleichen die sehr schlichten, aber schwungvollen Rocknummern „Happiness Love Company“ und „Dance Dance Dance“ aus.

Zusammengefasst klingt „I’m With You“ angenehm positiv und auch wenn die Platte weder Fans noch Kritiker mit einem skandalösen Bruch überrascht, ist es der unverkennbare Sound der Red Hot Chili Peppers, der „I’m With You“ so sympathisch macht.

(veröffentlicht am 31. August 2011 unter http://www.erdbeerlounge.de/stars-entertainment/ohrenschmaus/Red-Hot-Chili-Peppers–Im-With-You-18768-_a21697/site1-0-0)

Thees Uhlmann – Der Dorf-Romantiker (Erdbeerlounge.de)

Als bekannt wurde, dass Thees Uhlmann ein Soloalbum veröffentlichen würde, dachte man bereits scherzhaft an den möglichen Titel: „Ich sang’ die ganze Zeit von mir“, doch Thees Uhlmann hat das Problem mit dem Namen „Thees Uhlmann“ ganz subtil gelöst.

Thees Uhlmann ist ein Geschichtenerzähler, ein offenes Buch und gleichzeitig so undurchsichtig wie eine Milchglasscheibe. Künstlernamen braucht der Tomte-Frontmann also nicht und mit einer ähnlichen Mentalität geht es auch in den Texten zu: Thees Uhlmann bleibt ehrlich und hofft und liebt und leidet sich durch sein erstes Soloalbum.

Thees Uhlmann erzählt von Erinnerungen

Das Album beginnt wie ein Blick ins Fotoalbum der Familie Uhlmannn, denn der Track „Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf“ ist voller Kindheitserinnerungen und dreckigen Jugendgeschichten, wie immer natürlich dezent verpackt. Musikalisch fährt Thees Uhlmann zwar etwas mehr auf als bei Tomte und lässt schon mal hier und da ein paar mehr Streicher ertönen, doch eine große Überraschung gibt es auf dem Album nicht.

Thees Uhlmann singt von der Heimat

Voller Leidenschaft singt Thees Uhlmann sich auf seinem ersten Soloalbum über Kuhweiden, durch Großstadtgeschichten, Jugenderinnerungen und kommt immer wieder an einem Ort an: Zu Hause. Unschwer zu erkennen, ist das für Thees Uhlmann Niedersachsen. Da gibt es nämlich noch echte Landluft mit Dorfparties und Thees Uhlmann stellt in „Lat: 53“ fest: „Du kriegst die Leute aus dem Dorf / Das Dorf nicht aus den Leuten” Wir sind alle irgendwo geboren und nehmen die Heimat im Herzen mit uns mit und wenn Thees Uhlmann fragt: „Wie häufig schlägt dein Herz / Wie häufig siehst du himmelwärts“ kommt nicht selten der Gedanke an die „guten alten Erinnerungen“ auf. Was Thees Uhlmann auch auf seinem Soloalbum nicht vergessen hat: Pathos, Pathos, Pathos. Leid und Liebe oder wie er schon in „Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf“ singt: „Harte Zeiten werden kommen, harte Zeiten werden gehen“.

Thees Uhlmann bekommt Unterstützung von Casper

Doch nicht nur Thees Uhlmann ist zu hören: Nachdem er erst Casper auf seinem Album “XOXO” unter die Arme gegriffen hat, bedankt sich Casper umgehend und übernimmt in „Jay-Z singt uns ein Lied“ einen kleinen Part, was als kleine Rap-Einlage jedoch auch der einzige Stilbruch auf dem Album ist.

Aus der „Schönheit der Chance“ macht Thees Uhlmann auf seinem Album „Die Schönheit des Moments“ und bleibt seinem Tomte-Stil treu, was gar nicht unbedingt das Schlechteste ist. Ob jetzt Jay-Z, Kanye West oder Taio Cruz uns ein Lied singt: Das einzige, das manchmal hilft, ist nach Hause kommen, das weiß auch Thees Uhlmann.

(veröffentlicht am 24. August 2011 unter http://www.erdbeerlounge.de/stars-entertainment/ohrenschmaus/Thees-Uhlmann–Der-Dorf-Romantiker-18572-_a21501/site1-0-0)

Final Destination 5 – Der Tod lauert überall (Erdbeerlounge.de)

Mörderisch, grotesk und eiskalt wie nie zuvor: Der Tod lauert auch in „Final Destination 5“ wieder auf seine Opfer und versetzt die Kinozuschauer dieses Mal sogar in 3D in Angst und Schrecken.

Die Story von „Final Destination 5“ ist einfach gehalten und knüpft an das altbekannte Muster an: Eine Gruppe von Arbeitskollegen soll für eine bessere Atmosphäre im Team einen Wochenendausflug unternehmen. Einer der Mitreisenden, Sam (Nicolas D’Agosto), wird von einer plötzlichen Vision heimgesucht, bei der er und seine Freunde auf tragische Weise ums Leben kommen. Diese Vision führt dazu, dass er sich und seine Freunde, noch bevor das Unglück passieren kann, aus ihrem Reisebus führt und die Gruppe überlebt. Doch der Tod ist unerbittlich und lauert weiterhin auf seine Opfer… um sie alle der Reihe nach zur Strecke zu bringen.

„Final Destination 5“ setzt auf mehr Spannung

„Final Destination 5“ erinnert eher an ein Horror- und Splatter-Mosaik, als an einen gut durchdachtes Meisterwerk der Dramaturgie. Das Gute an „Final Destination 5“ ist jedoch, dass genau das den Film ausmacht, denn somit wurde die Schwäche der vorangegangen Teile beinahe zur Stärke gemacht. „Final Destination 5“ lebt von der Konzentration auf die einzelnen Todesszenen, in denen die Effekte und Bilder maßgeblich zur Atmosphäre und Spannung beitragen. Kinobesucher werden vor allem durch den 3D-Effekt sehr beeindruckt sein, denn schon während des Intros, fliegen dem Kinobesucher Glasscherben und Möbel entgegen, sodass man sich beinahe davor duckt.

Mörderische Szene in „Final Destination 5“

„Final Destination 5“ ist kein Film für schwache Nerven und nicht umsonst kommt der Horror-Streifen ohne Altersfreigabe ins Kino. Die Todesursachen in „Final Destination 5“ sind (un-)denkbar grotesk und nicht selten kann man gar nicht so schnell die Augen zu machen, wie Menschen aufgespießt oder auseinandergerissen werden. Immer dann, wenn man denkt, dass es nicht mehr schlimmer werden kann, setzen die Macher von „Final Destination 5“ der Szene noch ein Sahnehäubchen auf: Es reicht nicht, dass der Figur bereits das Auge rausgerissen wurde und selbiges aus dem Fenster geflogen ist. In „Final Destination 5“, wird der blutige Augapfel auf der Straße auch noch von einem Auto überfahren.

„Final Destination 5“ kommt in 3D

Die Schwäche von „Final Destination 5“ liegt unübersehbar in der lieblosen Gestaltung der Charaktere. Wie die Lemminge sterben die Hauptdarsteller am laufenden Band einfach weg, doch wen juckt das schon, wenn man sich nicht einmal den Namen gemerkt hat? „Final Destination 5“ zielt schlichtweg nicht darauf ab, eine dramatische Story mit tiefgründigen Charakteren zu inszenieren. Der Hauptfokus liegt auf der möglichst originellen Darstellung von grotesken und absurden Todesfällen. Kombiniert mit einer brilliant eingesetzten 3D-Technik und einer gehörigen Prise schwarzem Humor gelingt es „Final Destination 5“ selbst den Nicht-Horrorfan kurzweilig, aber heftig zu unterhalten.

(veröffentlicht am 24. August 2011 unter http://www.erdbeerlounge.de/stars-entertainment/augenschmaus/Final-Destination-5–Der-Tod-lauert-ueberall-18533-_a21462/site1-0-0)

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