Erinnert ihr euch noch an die Dinge, die die Welt nicht braucht. Teil 2. oder womöglich den Klassiker Dinge, die die Welt nicht braucht. Teil 1.? Wenn ja, seid ihr ja bereits bestens über meine Hipster-Vorliebe informiert. Ich habe ein Hipster-Anleitungs-Video mit “Noah the Hipster” gefunden…
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Dinge, die die Welt nicht braucht. Teil 2.
Ich habe mich dazu entschlossen, die Rubrik doch ein wenig abzuändern. Anstelle von kurzen Beschwerde-Texten, sind mir nämlich ein paar Dinge eingefallen, über die ich mich gerne länger auslassen würde… und ellenlange Blog-Texte sind ja eher langweilig. Heute wende ich mich einer ganz wunderbaren Stadt zu: Berlin.
…Berlin: Berlin, eine Stadt in der die Frage „Mit oder ohne Darm“ mehr von Bedeutung ist, als irgendwo sonst. Ein Ort an dem die Menschen sich mit ihren Stoffbeutelchen, die sie für 20 Euro in einem In-Laden in Prenzlauer Berg erworben haben, in süßen kleinen Cafés herumtreiben und über das Leben philosophieren. Die süßen kleinen Cafés sind aber leider so unglaublich dreckig und ranzig sind, wie auch der Rest der Stadt. Nie zuvor habe ich irgendwo mehr Müll, Dreck, Ranz, Hundehaufen und Besoffene auf der Straße liegen sehen, wie in Berlin. Auf Gartenstühlen sitzen die Leute mit ihren Café-Getränken, in ihren Hoden und Schamlippen zuschnürenden Slim-Jeans draußen und fotografieren mit ihren Spiegelrelfexkameras ihr aufregendes Leben.
An jeder Straßenecke wird eine neue Ausstellung eröffnet, in der Sachen ausgestellt werden, für die ich persönlich den Sperrmüll rufe. Vielleicht fehlt mir auch einfach das künstlerische Gen. Vielleicht habe ich es deswegen auch nie verstanden, warum in Berlin die Menschen im Trend sind, sobald sie in Schlafanzug-ähnlichen Klamotten auf die Straße gehen. In Berlin bist du chic, wenn du stinkst oder dreckig bist! Was ich mich außerdem immer gefragt habe…was hat die ganzen Menschen dazu veranlasst, zu denken, sie wären so unglaublich besonders. Sie sind alle nur mal irgendwann nach Berlin gezogen und binden es jetzt jedem auf die Nase, als hätten sie dadurch auch nur irgendetwas erreicht.
Ihr seid keine verdammten Künstler, nur weil ihr in einer Stadt wohnt, in der eigentlich keiner so richtig weiß, was er eigentlich will. Da sitzt ihr jetzt in Parks, esst euern Bio-Fraß, den man in Berlin an jeder Ecke kaufen kann oder zieht durch angesagte Elektro-Clubs und definiert euch über eine Stadt, die eigentlich viel mehr Schein als sein ist. An den Feiertagen kehrt ihr zurück in die Heimat und erzählt allen, dass es so mega langweilig überall ist und in Berlin ja viel mehr los ist, weil da alles so anders ist.
Wahrscheinlich liegt es weniger an der Stadt, als viel mehr an den Menschen die dort wohnen oder denen, die dort gerne wohnen würden. Danke Mama, danke Papa, dass ihr mich nicht zu einem trendgeilen Freak erzogen habt. Liebe Neu-Berliner, bleibt so laser wie ihr seid, aber bitte ohne mich. Ich bleibe hier in Köln, Helmstedt oder sonstwo auf der Welt. Da kann man die Berliner wenigstens essen.Ick hass dir, meen Berlin!
Dinge, die die Welt nicht braucht. Teil 1.
Ich habe eine neue Artikel-Reihe kreiert und sie heißt Dinge, die die Welt nicht braucht. Das liegt nicht nur daran, dass ich mich schon lange über nichts mehr aufgeregt habe, sondern auch weil ich es Leid geworden bin zu diskutieren… Diskussionen mit Menschen zu führen, die sich unglaublich gebildet vorkommen und überheblich benehmen. Filme sind nicht automatisch scheiße, nur weil man mal gehört hat, dass der Regisseur einen Bruder hat, der mal einen schlechten Soundtrack zu einem anderen Film gemacht hat oder man den Schauspieler aufgrund seiner Frisur nicht mag. Zu viele Menschen in meinem Umfeld sind der Meinung ganz besonders schlau zu sein und über alles und jeden urteilen zu können, weil.. sie’s können. Natürlich gibt es unterschiedliche Meinungen und Geschmäcker, allerdings sollte dabei auch bedacht werden, dass Dinge nur beurteilt werden können, wenn man sich damit auseinander gesetzt hat.
Vielleicht sind die “Twilight”-Filme tatsächlich schlecht produziert und mit ärmlicher Dramaturgie und Schauspielleistungen besetzt, aber dann möchte ich zumindest, dass die Person, die darüber redet sich diesen Film immerhin angesehen hat. Im Übrigen ist es auch nicht uncool, wenn man uncoole Dinge mag. Atmen, Freunde. Die meisten von euch sind sowieso dumme Arschlöcher, deswegen könnt ihr auch dazu stehen, wenn euch mal ein Lied aus den aktuellen Charts gefällt. Es macht euch weder hübscher, noch klüger, wenn ihr anderen erzählt, dass ihr nur euren Fernseher habt, um Arte zu gucken.
In dieser Rubrik präsentiere ich jedenfalls ab jetzt jeweils drei bis fünf Dinge, die die Welt nicht braucht bzw. ohne die ich sehr gut leben könnte. Dinge, die die Welt nicht braucht. Teil 1:
…Elektro und Minimal: Es war HipHop, es war Grunge, es war Indie… und jetzt Minimal und Elektro. Vor ein paar Jahren habt ihr noch erzählt wie scheiße Techno ist und wie geil handgemachte Musik mit Gitarre und Schlagzeug ist, denn diese eintönige Musik war so furchtbar und alles was in den Charts lief so unglaublich scheiße. Macht mal eure dreckigen Ohren auf, denn das wozu ihr neuerdings jedes Wochenende tanzt ist noch eintöniger als Mr. Oizos Flatbeat es jemals sein konnte und hört auf zu behaupten, dass ihr euer Leben lang schon elektronische Musik hört! Kein Einziger von euch fand diese Musik vor ein paar Jahren gut bzw. hätte sie gut gefunden. Hört endlich auf zu lügen, ihr hässlichen Hippster.
…Brillen ohne Stärke: Habt ihr schon mal jemanden gesehen , der aus modischen Gründen mit einem Rollstuhl durch die Gegend fährt? Nein? Dann setzt dieses scheiß Brillen auch wieder ab!
…Starbucks: Wenn ich will, dass mein Kaffee nach Starbucks schmeckt, dann kippe ich mir einfach ein Kilo Zucker in meine Tasse, sprühe ein bisschen Fett darüber und lasse das Ganze mit einer Vierteltasse Kaffee aufkochen. Natürlich schmeckt so ein Becher Latte-irgendwas gut, was aber einfach daran liegt, dass die Anzahl an Kalorien die Vorstellungskraft eines gesunden Menschen übersteigt. Ich muss keine fünf Euro für einen Pappbecher mit hässlichem Logo ausgeben, das kriege ich sogar bei McDonalds, für vier Euro weniger.
…Jack Wolfskin und The North Face: Ja, die Jacken halten mit Sicherheit warm, wenn man den Mount Everest besteigen möchte oder wenn man einen Winter in Russland oder am Nordpol verbringt. Die sind auch bestimmt total funktional, wenn man sich bei Minusgraden durch Wald und Wiesen bewegt… die deutschen Innenstädte haben mit Wäldern und Bergen jedoch herzlich wenig zu tun und mal abgesehen davon bewegt ihr euch doch alle sowieso nur vor die Tür um zur nächsten Kneipe zu gehen um Tatort zu gucken. Warum tragt ihr eigentlich nicht alle einen Bundeswehrparka? Die halten genauso warm. Ach wegen Krieg? Ich verstehe, dann kauft bitte noch mehr 300 Euro Jacken, damit der Krieg wenigstens aufhört.




